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Bommelse Brocante
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Route Zacharias

4,5 Kilometer 2 Stunden
Begleite Zacharias, einen Sackträger, der 1604 in Zaltbommel lebte. Zur Hansezeit trugen Sackträger Ballen, Fässer und Kisten für die Kaufleute, die die Stadt reich machten. Schwere Arbeit im Herzen einer blühenden Handelsstadt. Der Spaziergang führt am imposanten Stadtschloss von Maarten van Rossum vorbei, dem Ort, wo Zacharias vermutlich in der Nonnenstraat wohnte, mittelalterlichen Lagerhäusern in der Ruiterstraat sowie prächtigen Hansezeitgebäuden an der Gasthuisstraat und dem Markt.

Wegbeschreibung

1
Waterpoort — Beginn des Spaziergangs Waterpoort
In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurden in Zaltbommel Stadtbefestigungen errichtet, bestehend aus einer Stadtmauer und einem Burggraben. Bommel besaß einst fünf Stadttore: das Gamerschepoort, das Bosschepoort, das Oenselsepoort, das Steigerpoort und das Waterpoort, das als einziges erhalten geblieben ist. 1942/43 wurde das Waterpoort restauriert und erhielt sein heutiges Aussehen (ohne Putzschicht). Warum das Tor erhalten blieb, ist schwer zu erklären, möglicherweise hängt es aber damit zusammen, dass sich an der Innenseite des Tores bewohnte Häuser befanden.

Gehen Sie unter dem Waterpoort hindurch und biegen Sie gleich rechts zwischen den Häuserzeilen in die Korte Tolstraat ein.
2
Korte Tolstraat 33 – Goldenes Schiff auf dem Dach Korte Tolstraat 33
Auf dem Dach des zweiten Hauses von rechts ist ein wunderschönes goldenes Schiff zu sehen, das als Hanseschiff (Kogge) durchgehen könnte.
3
Korte Tolstraat 17/19 – Häuser aus der Hansezeit Korte Tolstraat 17/19
Die Gebäude auf der rechten Seite, Nummer 17 und 19, stammen aus der Hansezeit. Das Gebäude mit der Nummer 19 ist sogar älter als 1524, als ein Stadtbrand einen Großteil von Bommel in Schutt und Asche legte.
4
Korte Tolstraat 8 – Sackendraegersgilthuys Korte Tolstraat 8
An dieser Stelle stand einst die Sackträgergilde. Ab 1350 standen hier zwei Steinhäuser, die 1524 zusammengelegt wurden. Laut einer Quelle von 1639 war dieses Gebäude als Sackträgergilde, das Haus der Sackträgergilde, bekannt.

Wir biegen links ab und gehen in die Tolstraat.
5
Tolstraat — Wasserpumpe Tolstraat
Links steht eine Wasserpumpe. Wie die gepflasterten Straßen und Steinhäuser zeugten auch die guten Wasserversorgungsanlagen von Zaltbommel. Im Vergleich zu anderen Städten gab es hier viele Wasserpumpen.

Wir biegen rechts in die Gamerschestraat ein.
6
Gamerschestraat 16/24 — Architekturstil: Hansezeit Gamerschestraat 16-24
Betrachten Sie die Häuser auf der linken Seite der Gamerschestraat genauer. Das zweite Gebäude (rechts neben dem Eckhaus) weist Ornamente aus der Hansezeit auf. Auch die Ziegelart ist charakteristisch für den Architekturstil dieser Epoche. Die Ziegel sind größer als moderne Ziegel. Die Bögen über den Fenstern sind ebenfalls typisch für die späte Hansezeit. Die beiden Gebäude rechts neben der Fassade mit den Bögen besitzen noch eine Dachkonstruktion aus der Hansezeit; das Dach verläuft parallel zur Straße.

Gehen Sie weiter auf dieser Seite, denn dann können wir die Fassaden auf der gegenüberliegenden Seite gut sehen. Bei den Häusern Nr. 16–24 sehen wir viele architektonische Merkmale aus der Hansezeit. Auch hier verläuft das Dach dieser Gebäude parallel zur Straße (der Baulinie); dies war die gängige Bauweise in der Hansezeit. Sie sparte viel Baumaterial und schuf viel (Lager-)Raum.

Zwischen den Hausnummern 22 und 24 (an der Laterne) befindet sich aus Brandschutzgründen eine gestufte Brandschutzmauer. Das Gebäude in der Gamerschestraat 24 stammt aus dem 14. Jahrhundert und war damals bereits (teilweise) aus Stein errichtet.

Wir biegen links ab und gehen zwischen den schönen weißen Stuckhäusern hindurch in die breite Karstraat.
7
Karstraat 32/36 — Mittelalterliche Grundstücke Karstraat 32-36
Die Dächer der Häuser Karstraat 32–36 verlaufen parallel zur Gebäudeflucht, genau wie in der Gamerschestraat. Die mittelalterliche Grundstücksaufteilung ist erhalten geblieben. Zur Hansezeit galt dies als breite Straße. Fuhrleute konnten problemlos aneinander vorbeifahren, und selbst wenn die Fuhrwerke am Straßenrand parkten, blieb noch genügend Platz für andere Verkehrsteilnehmer.

Wir gehen geradeaus weiter die Karstraat hinunter und überqueren die Nonnenstraat, um nach Oliemolen zu gelangen.
8
Oliemolen – Verschwundene Ölmühle Oliemolen
Oliemolen, wie der Name schon sagt, war einst ein Mühlenstandort. Viele Mühlen standen früher in Zaltbommel, am Stadtrand, auf der Stadtmauer und außerhalb der Stadt. Marycken, der Müller, erzählt Ihnen gerne bei einem anderen Spaziergang mehr darüber. Wir setzen unseren Spaziergang mit Zacharias fort.
9
Oliemolen 2 – Wunderschönes Gebäude Oliemolen 2
Oliemolen 2 ist ein wunderschönes, stimmungsvolles Gebäude. Es ist ein Überbleibsel eines ehemaligen Klosterkomplexes, daher der Name Nonnenstraat (Nonnenstraße), die wir gerade überquert haben. Links sehen wir eine schöne, niedrige Mauer mit Strebepfeilern. Anhand der Größe der Steine ​​lässt sich erkennen, dass es sich um eine alte Mauer handelt. Je größer die Steine, desto älter das Bauwerk. Hinter der niedrigen Mauer setzt sich Oliemolen als schöner Spazierweg fort.

Folgen Sie dem Weg weiter in Richtung Heemtuin (Garten mit einheimischen Pflanzen).
10
Heimischer Pflanzengarten – Mispelhof und Kloosterhof Heemtuin Mispelhof
Links der Hecke befindet sich der Mispelhof-Garten mit einheimischen Pflanzen, benannt nach den Mispelblüten im Wappen von Bommel. Rechts der Hecke liegt der Kloosterhof-Garten mit einheimischen Pflanzen. Beide Gärten erinnern an das einst hier herrschende Klosterleben.
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Die Gärten – Alter Jüdischer Friedhof Singelwal
Durch ein kleines Tor rechts sieht man einen alten jüdischen Grabhügel an der Stadtmauer. In der Hansezeit siedelten sich früh Juden in Zaltbommel an. Die Stadt, wie die meisten Hansestädte, verfolgte eine relativ tolerante Politik gegenüber Neuankömmlingen.

Hinter dem jüdischen Grabhügel hinter der Mauer folgen wir dem Weg weiter. An der Brücke links überqueren wir das Wasser zum Singelwal. Dann biegen wir links in die Boschstraat ein.
12
Hinter der Mauer — Alter Friedhof Singelwal
Hinter der Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert befindet sich ein alter jüdischer Grabhügel. Bis 1734 wurden die jüdischen Einwohner Bommels hier beigesetzt. Der Alte Allgemeine Friedhof und der jüngere Jüdische Friedhof liegen ebenfalls in der Boschstraat.
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Boschstraat — Bosschepoort Boschstraat
Wir passieren die Stelle, an der sich während der Hansezeit das Bosschepoort befand. Wie alle Stadttore prägte auch das Bosschepoort das Stadtbild. Und wie so viele andere blieb auch dieses Tor nicht vom Abriss verschont. Nach und nach verschwand es aus dem Stadtbild. 1832 waren sowohl das Haupttor als auch das äußere Tor noch auf einer Karte verzeichnet. 1861 verschwand das Tor endgültig.

Biegen Sie links in die Nonnenstraat ein.
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Stadtschloss — Haus Maarten van Rossum Nonnenstraat
Links sehen wir das Stadtschloss, das Maarten van Rossum (1495–1555) erbauen ließ. Maarten war von Beruf Heerführer; manche Quellen sprechen auch von einem Raubritter. Sein Beruf war jedenfalls sehr lukrativ und brachte ihm großen Reichtum ein. 1534 verlieh ihm der Herzog von Geldern die Burg Bredevoort als Lehen, verbunden mit der Pflicht, dort anwesend zu sein. Da Maarten auch Besitzungen in der Bommelerwaard hatte, setzte er einen Verwalter für seine Stammburg Poederoijen ein. Da diese jedoch so nah am feindlichen Brabant lag, wurde die Lage für Van Rossum zu brenzlig. Um seinen Besitz und seine Einkünfte zu sichern, ließ er für den Verwalter dieses Haus in Bommel errichten, sicher innerhalb der Stadtmauern, unweit des Stadtschlosses seines Bruders Johan van Rossum (Kerkplein 16).

Das Stadtschloss von Maarten van Rossum ist im Wesentlichen mittelalterlich, war aber für seine Zeit sehr modern. Maarten ließ innovative Skulpturen anbringen. Kunsthistoriker betrachten diese Ornamente heute als eine der frühesten Formen der Renaissance in den nördlichen Niederlanden. Die Bögen, Verzierungen und Ornamente sind aus Mergelstein gefertigt. Johan van Oldenbarnevelt hielt hier 1599 sogar Versammlungen ab. Das Haus war stets bewohnt, doch im 19. Jahrhundert war es so baufällig, dass der damalige Besitzer dort nicht einmal mehr seine Kartoffeln, sein Saatgut und seine Zwiebeln lagern konnte. Heute beherbergt es ein charmantes Museum.
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Nonnenstraat 22/28 – wohnhaft in Zacharias Nonnenstraat 22-28
Gegenüber, dem Haus von Maarten van Rossum, wohnte 1604 in der Nonnenstraat ein Sackträger.

An dieser Stelle standen fünf sogenannte „Cameren“, Mietwohnungen für Einpersonenhaushalte. In Zaltbommel gab es noch mehr solcher Cameren, die oft im Auftrag wohlhabender Kaufleute oder Institutionen zur Vermietung errichtet wurden. In Zaltbommel lebten die verschiedenen Gesellschaftsschichten und Bevölkerungsgruppen nicht getrennt in unterschiedlichen Vierteln. Maarten van Rossum hatte sein Haus, obwohl er sich selten dort aufhielt, gegenüber dem eines Sackträgers. Ein angesehener Beamter, ein wohlhabender Kaufmann oder ein Sackträger wie unser Zacharias konnten in ein und derselben Straße wohnen.

Der hier wohnende Sackträger musste jährlich 18 Gulden Miete an das städtische Waisenhaus zahlen, das die fünf kleinen Häuser hatte errichten lassen. Wasser war für den Sackträger leicht zugänglich, da es in der Nonnenstraat eine Wasserpumpe gab. Der Tradition zufolge wurde aus Brandschutzgründen hinter dem Haus unter einem kleinen Dach gekocht. Wir verlassen Zacharis' Haus und gehen weiter, indem wir rechts in die Oliestraat einbiegen. In der Oliestraat 41 steht ein bemerkenswertes Gebäude mit wunderschönen Bögen, ein architektonisches Detail aus der Hansezeit. Dann biegen wir rechts in die Spiesmakerstraat ein, die in die Ruiterstraat mündet.
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Ruiterstraat 8/14/16/18 — Häuser aus der Hansezeit Ruiterstraat
Die Ruiterstraat 8 ist ein bemerkenswertes Gebäude, wie sofort ins Auge fällt. Es handelt sich um ein altes Lagerhaus aus der Hansezeit, das bereits im 14. Jahrhundert stand. Hier wurden unter anderem Getreide und Wolle gelagert.

Die Ruiterstraat 14 ist ein atemberaubend schönes Haus aus dem Jahr 1630. Um 1540 stand an dieser Stelle ein anderes Haus. Die Natursteinbänder, der gestufte Giebel und der großzügige Vorgarten verleihen dem gesamten Gebäude ein wunderschönes Aussehen.

Die benachbarte Ruiterstraat 16 ist ebenso beeindruckend. Die großen Ziegelsteine ​​deuten auf eine mittelalterliche Herkunft hin. Das Gebäude stand bereits während der Hansezeit.

Bei der Ruiterstraat 18 fällt auf, dass sich die Fassade leicht nach vorne neigt. Dies wurde bewusst so errichtet; man nennt diese Bauweise „im Lauf“. Diese Bauweise war in der Hansezeit weit verbreitet. Man sieht es ihr zwar nicht an, aber die Bauweise im Lauf machte das Haus deutlich stabiler. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1632, seine Ursprünge reichen jedoch weiter zurück. Wir gehen geradeaus weiter und überqueren die Straße. Links befindet sich die Korte Strikstraat, rechts die Lange Strikstraat. Wir gehen weiter geradeaus bis zur T-Kreuzung und biegen rechts in die Kerkstraat ein. An der rechten Ecke steht das Haus von Jan Trip. Er erzählt Ihnen gerne mehr darüber während unseres Spaziergangs. Wir biegen links in die Oenselstraat ein.
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Oenselsestraat 17/32 — Merkmale der Hansezeit Oenselsestraat
An der linken Ecke, in der Oenselsestraat 17, steht ein stattliches Gebäude mit vielen Merkmalen aus der Hansezeit. Im Inneren befindet sich ein hängender Raum, eine Art offenes Zwischengeschoss. Dadurch erhielt das Haus zwei Etagen und gleichzeitig viel Tageslicht durch die Fenster in der Fassade. Die Bögen und die darunterliegenden Ornamente – die weißen Bänder, die sogenannten „Speckschichten“ – sind typisch für die Architektur der Hansezeit.

Das Gebäude diagonal gegenüber, in der Oenselsestraat 32, wurde ebenfalls in der Hansezeit erbaut. Man erkennt, dass die Fassade an einem Hang errichtet wurde.

Wir biegen links in die Maasstraat und dann gleich wieder links in die Heilige Geeststraat ein.
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Heilige Geeststraat 23 — Stadtbauernhof Heilige Geeststraat 23
Diese Straße hieß früher Vollerstraat. Zacharias muss kurz hier sein. Hier arbeiteten die Walker, die Wollverarbeiter. In dieser Straße wurde die Wolle zu Karsei verfilzt, dem begehrten Bommelstoff, der in vielen Hansestädten gehandelt wurde.

Gleich rechts befindet sich die Heilige Geeststraat 23. Während der Hansezeit diente dieses Gebäude als Lagerhalle. Betrachten Sie die Fassade (die nach der Hansezeit hinzugefügt wurde) genau. Sie wirkt größer, als das Haus tatsächlich ist.

Wir biegen rechts in die Kerkstraat ein und dann gleich links an den Pollern vorbei in den Vismarkt.
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Gasthuisstraat — Gebäude aus der Hansezeit Gasthuisstraat
Wir passieren den Turm der Gasthuiskapel und das Gasthuis, zwei markante Gebäude in Bommel. Das ehemalige Groote Bommelsche Gasthuis ist ein Gebäudekomplex, der seit dem 14. Jahrhundert zwischen Kerkstraat, Vismarkt, Oude Vismarkt und Gasthuisstraat liegt. Der älteste erhaltene Teil ist die ehemalige Gasthuiskapel in der Gasthuisstraat 34. Die ursprüngliche Hallenkirche, die möglicherweise aus dem 15. Jahrhundert stammt, wurde im 19. und 20. Jahrhundert verputzt und umfassend umgebaut. Das hölzerne Tonnengewölbe und das Dach stammen aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Der Gasthuistoren (Oude Vismarkt 1), der formell nicht zum Besitz des Gasthuis gehörte, ist ein ungliederter quadratischer Turm mit Treppenturm und einem Türmchen – einem schmalen, birnenförmigen Turmhelm mit offener Laterne. Der Turm stammt größtenteils aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, das Krönungselement aus der Zeit um 1530. Die Laterne beherbergt eine markante Uhr von Jasper Moer (1533) und ein Glockenspiel von Pieter und François Hemony (1654). An der Westfassade ist eine Reitergruppe zu sehen, die vermutlich aus dem 17. Jahrhundert stammt.

Wir biegen links in die Gasthuisstraat ein.

Wir sehen die Gasthuisstraat 22, ein weiß verputztes Gebäude aus dem Jahr 1550. Die drei Bögen über den Fenstern sind ein Merkmal der späten Hansezeit.

Darüber steht die Gasthuisstraat 24; in diesem Gebäude befindet sich ein Galgenraum. Die Fassade vereint verschiedene architektonische Stilelemente der Hansezeit: Backsteinmauerwerk, Bögen über den Fenstern, Schichten aus weißem Stein, Fensterläden und ein gestufter Giebel verströmen ein authentisches Hanse-Flair. Gegenüber liegt die Gasthuisstraat 23. Die Fassade wirkt wie aus dem 19. Jahrhundert, ebenso die Wandanker. Über den Fenstern befinden sich jedoch wunderschöne Bögen – ein typisches Merkmal der Hansezeit.

Das Gebäude in der Gasthuisstraat 17 stammt aus dem Jahr 1605 und wurde an einem Hang errichtet. Erkennen wir die architektonischen Stilelemente der Hansezeit? Ziegel, weiße Farbschichten, verzierte Bögen über den Fenstern. Die Ziegel im oberen Bereich sind größer als die im Erdgeschoss. Offenbar wurde die Fassade im Laufe der Jahrhunderte verändert.

Die Gasthuisstraat 4-2 sieht aus wie aus dem 19. Jahrhundert, stammt aber aus dem Jahr 1535 und war während der Hansezeit ein Wohnhaus.

Wenn wir geradeaus weitergehen, erreichen wir den Marktplatz.
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Markt 1/2/3/6 — Historische Gebäude Markt
An der Kreuzung, die zum Markt führt, sieht man viele Gebäude mit Spuren der Hansezeit:

Rechts, an der Ecke Gasthuisstraat und Waterstraat, befindet sich ein sogenanntes „Pothouse“ (Waterstraat 2). Im Mittelalter gab es deutlich mehr Pothouses als heute. Ein Pothouse ist ein kleines, über einem Keller errichtetes Gebäude, das als Werkstatt diente, ohne das Haupthaus zu beschatten. Aufgrund des zunehmenden Verkehrsaufkommens behinderten diese ungewöhnlichen Bauten den Verkehr erheblich. Daher wurden viele Pothouses abgerissen.

Auch das diagonal gegenüberliegende Gebäude (an der Ecke zur Boschstraat) besitzt ein solch schönes Pothouse. Bemerkenswert: zwei Pothouses so nah beieinander in dieser Stadt!

Das Gebäude am Markt 1 (an der Ecke Markt und Boschstraat) verfügt über einen Hängeraum aus der Hansezeit. Diese Bauweise findet sich in vielen Häusern in Zaltbommel. Sie besteht aus einem Zwischengeschoss, das ursprünglich etwas von der Fassade zurückgesetzt und über dem Kamin angebracht war. So entstand ein zusätzlicher Raum, der keiner weiteren Heizung bedurfte. Licht strömte durch die Fenster. Es war eine effiziente Methode, mehr Raum mit ausreichend Tageslicht zu schaffen.

Das Nachbargebäude (Markt 3) zeichnet sich durch eine markante Säule in der Fassade zwischen den oberen Fenstern aus. Während der Hansezeit diente es als Wohn- und Arbeitsstätte. Die Fassade stammt eindeutig aus der Hansezeit. Die charakteristische Säule im oberen Bereich zwischen den Fenstern ist ein typisches Merkmal der Renaissance, des hier am Ende des Mittelalters beliebten Architekturstils.

Das Gebäude gegenüber (an der Ecke Markt und Waterstraat) fällt sofort ins Auge. Es besticht durch seinen Keller, den Stufengiebel und die Fensterläden. Es ist eines der ersten Steingebäude in Bommel und das am besten erhaltene. Es wurde im 13. Jahrhundert bewohnt. Später, während der Hansezeit, befand sich hier ein Handelshaus. Die geöffneten Fensterläden zur Waterstraat hin dienten als Sonnenschutz. Die Fensterläden unterhalb der Fenster konnten auch hochgezogen werden und als Ladentheke genutzt werden. Das Gebäude in derselben Reihe, Markt 6, hat ein Zwischengeschoss. Der Giebelstein trägt die Inschrift „De Blauwe Fles“. Die Jahreszahl 1644 ist an der Fassade eingraviert, doch das Gebäude ist viel älter und stammt aus der Hansezeit. Damals diente es, wie auch heute noch, als Wohn- und Geschäftshaus.

Gehen Sie zurück und biegen Sie links in die Waterstraat ein.
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Waterstraat 26 — Farbenfrohes Gebäude Waterstraat 26
Waterstraat 26 fällt durch seine Farbe auf. Es ist ein bemerkenswertes Gebäude.

Es gilt als bedeutendes Beispiel für Renaissance-Architektur in den Niederlanden. Die Dachkonstruktion stammt aus dem Jahr 1540, doch die Größe der Steine ​​lässt vermuten, dass einige Mauern deutlich älter sind und aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammen. Archäologen haben im Keller einen tiefen Kai entdeckt. Man vermutet, dass das Gebäude von der Waal aus mit dem Boot erreichbar war, doch dies ist lediglich eine Theorie.

Die Natursteinskulpturen und -elemente stammen aus dem 16. Jahrhundert, und Forscher vermuten, dass die Ornamente aus dem Haus von Johan van Rossum (dem Bruder von Maarten) stammen, dem das Haus am Kerkplein 16 gehörte. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Haus immer wieder umgebaut, renoviert und an seine heutige Form angepasst.

Schließlich erreichen wir Waterpoort, das Ende unseres Spaziergangs. Zacharias geht links in die Korte Tolstraat zum Sackträgerhaus. Mal sehen, ob er durch einen Sturz etwas zusätzliche Arbeit finden kann.
Wandelroute Zacharias