gtag('consent', 'update', {'ad_user_data': 'granted','ad_personalization': 'granted','ad_storage': 'granted','analytics_storage': 'granted' });
A A A
de
NL EN DE
Fotolux_Hanzestad_deel_1_19-09-2025_LR_07
Fotolux_Hanzestad_deel_1_19-09-2025_LR_05
Bommelse Brocante
koopzondag-1771335579

Route Marycken

4 Kilometer 1,5 Stunden
Begleiten Sie Marycken Hanrick Michielsen, die Müllerin von Zaltbommel, auf einem Spaziergang. Sie bat 1584 um Erlaubnis, eine neue Mühle bei dem Gamerschepoort zu bauen, nachdem ihre alte Mühle durch Kriegsgewalt verloren gegangen war. Spazieren Sie entlang mittelalterlicher Mühlenwälle, dem Gamerschepoort und monumentalen Hansepanden.

Wegbeschreibung

1
Watertor — Start der Wanderung Waterpoort, Zaltbommel
Im ersten Halbjahr des vierzehnten Jahrhunderts wurde in Zaltbommel eine Stadtbefestigung angelegt, die aus einer Stadtmauer und einem Graben bestand. Bommel hatte früher fünf Stadttore: das Gamerschepoort, das Bosschepoort, das Oenselsepoort, das Steigerpoort und das Waterpoort, das als einziges erhalten geblieben ist. In den Jahren 1942–1943 wurde das Waterpoort restauriert und erhielt sein heutiges Aussehen (ohne eine Verputzschicht). Der Grund, warum das Tor erhalten geblieben ist, lässt sich nicht leicht erklären, könnte aber damit zusammenhängen, dass an der Innenseite des Tores Häuser gebaut worden waren, die in Gebrauch waren.

Von der Wasserseite aus gehen wir unter dem Tor hindurch. Die Waterstraat liegt vor uns, aber wir gehen gleich rechts an der Terrasse entlang in die Korte Tolstraat.
2
Korte Tolstraat 31 — Goldenes Schiff Korte Tolstraat 31, Zaltbommel
Schauen Sie kurz nach oben beim zweiten Haus auf der rechten Seite. Auf dem Dach ist ein goldenes Schiff befestigt. Es erinnert an ein Koggeschiff, das Transportschiff, das von der Hanse im vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert häufig für den Transport von Waren genutzt wurde. Vielleicht wurden dort auch Samen, Kerne, Buchweizen angeliefert? Wer weiß das schon.

Die Korte Tolstraat geht in die Tolstraat über. Biegen Sie rechts ab, verlassen Sie die Tolstraat und gehen Sie links auf den Molenwal.
3
Molenwal 33 — Standort ehemaliger Mühlen Molenwal 33, Zaltbommel
Wegen des Windfangs wurden Mühlen auf offenen Feldern oder an höher gelegenen Punkten gebaut. Manchmal wurde für die Mühle eigens ein Erdhügel aufgeworfen (eine Belt- oder Bultmühle). In Bommel standen Mühlen auf dem höher gelegenen städtischen Verteidigungswall. In vielen Städten findet sich noch ein Straßenname, der auf die Mühle(n) hinweist, die dort stand(en). So auch in Zaltbommel: Wir laufen auf dem Molenwal.
4
Molenwal 7a — Stadtlandschaft der Dächer Molenwal 7a, Zaltbommel
Jenseits der Hausnummer 7a öffnet sich links eine schöne Stadtlandschaft. Die Dachkonstruktionen, die Sie hier sehen, stammen aus der Hansezeit. Ein schön erhaltenes Bild.

Gehen Sie den Molenwal weiter geradeaus entlang. Der Stadthafen befindet sich rechts.
5
Bolwerk de Kat — Hier stand Mühle de Kat Bolwerk de Kat, Zaltbommel
Rechts liegt das Bollwerk die Kat, das nach der Hansezeit im siebzehnten Jahrhundert angelegt wurde. Auf diesem Bollwerk standen Mühlen, daher nannte man dieses Bollwerk auch Molenbolwerk, eine Mühle, die dort stand, hieß 'De Kat', wonach das Bollwerk wiederum benannt wurde. Maryckens Mühle stand etwas weiter entfernt.
6
Molenwal 20 — Auffällige Scheune Molenwal 20, Zaltbommel
Wir sehen auf der rechten Seite eine auffällige Scheune, Molenwal 20, mit vier Dachfenstern, einem stählernen Gitterwerk und dem Dachfirst parallel zur Straße. In der Hansezeit stand hier eine Roßmühle. Das Gebäude, das jetzt dort steht, stammt aus dem siebzehnten Jahrhundert. Das Leben eines Pferdes, das in einer Roßmühle arbeitete, war langweilig und eintönig. Das Tier drehte einsam Runden, um das Mühlenrad in Bewegung zu bringen.

Wir gehen links in den malerischen Molengang. Auch dieser Name ist ein Verweis auf die Mühlen, die einst in dieser Gegend gestanden haben.
7
Kreuzung — Ehemalige Gamerschepoort Gamerschestraat, Zaltbommel
Dann rechts in die Gamerschestraat einbiegen.
Am Ende kommen wir an die Kreuzung der Gamerschestraat, die in den Steenweg, Singelwal und Molenwal übergeht. An dieser Kreuzung stand das Gamerschetor.
8
Kreuzung — Standort der Mühle von Marycken Gamerschestraat, Zaltbommel
Marycken bat darum, ihre Mühle jenseits dieser Stelle errichten zu dürfen, wo das Gamerschetor bis kurz vor 1830 das Stadtbild prägte. Zur Zeit von Marycken war das Tor ein wichtiger Bestandteil der Stadtbefestigung, mit einem Vortor und einem Haupttor. Ein Torgebäude können wir als einen großen Baukomplex in der Stadtmauer betrachten.
Das Gamerschetor hatte einen gebogenen Durchgang, was bedeutet, dass die Öffnungen des Tores nicht in einer Flucht lagen. Kanonenkugeln, die versehentlich durch das Tor gelangten, wurden durch den gebogenen Durchgang abgelenkt. Darüber hatte man nachgedacht. Das Tor war durch die Zunahme des Verkehrs zu einem Hindernis geworden, aber auch wegen des baufälligen Zustands beschloss die Stadt 1829 den Abriss und die Demolierung.

Es lässt sich nicht mehr feststellen, ob Maryckens Mühle links oder rechts der Straße gestanden hat. Der Stadthafen sowie der Parkplatz existierten zur Hansezeit noch nicht. Hier befand sich eine offene Fläche, ein weites Feld mit Mühlen.

Wir gehen über den Steenweg zurück und biegen vom Steenweg aus geradeaus in die Gamerschestraat ein.
9
Gamerschestraat 60-64 & 73 — Hansezeit! Gamerschestraat 60, Zaltbommel
Gamerschestraat 64-62 ist eine Häuserreihe, die vielleicht nicht so aussieht, als käme sie aus der Hansezeit, aber das Dach verläuft parallel zur Straße (Baufluchtlinie), ein typisches Baumerkmal aus der Hansezeit. Diese Bauweise kostete weniger Baumaterial und bot mehr (Lager)raum.

Gamerschestraat 73 ist ein Eckgebäude mit einem Obergeschoss und einem Walmdach. Dieses Gebäude wurde ebenfalls in der Hansezeit erbaut und stammt aus dem fünfzehnten Jahrhundert. Es ist wunderschön mit einer schönen Fassade, die übrigens nicht aus der Hansezeit stammt. Die Seite ist für unsere Suche nach Hansespuren interessant. Hier ist deutlich zu erkennen, dass das Gebäude viel älter ist, als die Vorderfassade vermuten lässt.

Vor Nummer 73 biegen wir rechts in die Zandstraat ein
10
Zandstraat — Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert Zandstraat, Zaltbommel
In der Zandstraat sehen wir auf der rechten Seite einen Überrest der vierzehnte-jahrhundertlichen Stadtmauer sowie des Walles. Es scheint, dass jenseits von Zandstraat 2 ein Stück alte Stadtmauer noch steht (oder möglicherweise dass die mittelalterlichen Steine wiederverwendet wurden). Wir sehen weiter die Überreste des alten mittelalterlichen Stadtgrabens.

Wir gehen weiter entlang dem Ort der alten vierzehnte-jahrhundertlichen Stadtmauer.
11
Nonnenstraat — Eine der ältesten Straßen Nonnenstraat, Zaltbommel
Die Zandstraat biegt nach links und wird zur Nonnenstraat, die bereits im sechzehnten Jahrhundert befestigt war. Der Straßenname verweist auf das Nonnenkloster, das an dieser Straße gestanden hat. Es ist eine der ältesten Straßen von Zaltbommel. In der Kurve stand auf einem Wallturm die Kleine Steinmühle.

Rechts befindet sich die Gasse Oliemolen. Wir können dort kurz hineingehen.
12
Oliemolen 2 — Standort der alten Ölmühle Oliemolen 2, Zaltbommel
Oliemolen 2 sind die Überreste des alten Nonnenklosters, an dem einst auch eine Ölmühle stand. Öl war in der Hansezeit ein begehrtes Produkt. Es wurde aus Samen und Körnern gewonnen. 1378 verkaufte Henricus Moliaert ein Stück Land an Arnoldus Hoel, auf dem später eine Ölmühle errichtet wurde. Der Name der Gasse bezieht sich auf diese Mühle. Im 15. Jahrhundert entstand an dieser Stelle eine Mühle, die Gerard Trip, einem Mitglied der wohlhabenden Kaufmannsfamilie, gehörte. Sie können auch einen Spaziergang auf den Spuren von Jan Trip unternehmen. Wir setzen unsere Reise nun mit Marycken fort.

Gehen Sie zurück und biegen Sie rechts ab, um der Nonnenstraat zu folgen. Nach kurzer Zeit biegen Sie links in die Kloosterstraat ein. Auf der linken Seite (Hausnummern 24 und 26) befinden sich schöne Gebäude. Gehen Sie weiter und biegen Sie rechts in die Minnebroederstraat ein.
13
Mikwe – Ehemaliges jüdisches Badehaus Kloosterstraat, Zaltbommel
Die jüdische Synagoge (Hausnummer 4) stand einst an der rechten Ecke von Kloosterstraat und Minnebroederstraat. Daneben, in der Kloosterstraat (kurz vor Hausnummer 2c), befand sich das jüdische Badehaus, die Mikwe. Die Mikwe lag stets in der Nähe oder direkt neben der Synagoge. Das Gebäude wirkt modern, doch der Ort birgt viel Geschichte, insbesondere die des jüdischen Lebens in Bommel. Stolpersteine ​​im Pflaster erinnern an die Millionen niederländischer Juden, die während des Zweiten Weltkriegs misshandelt, diskriminiert und ermordet wurden. Vom jüdischen Leben in Zaltbommel ist heute nur noch wenig erhalten.

Zu Maryckens Zeiten gab es hier weder Mikwe noch Synagoge. Die jüdische Gemeinde mietete damals Zimmer in Privathäusern. Juden hatten sich bereits früh in der Hansezeit in Zaltbommel angesiedelt. Sie genossen hier relativ viele Freiheiten; sie wurden in Ruhe gelassen und konnten ihre Religion ohne größere Probleme ausüben. Juden durften zwar keiner Gilde beitreten, aber im Gegensatz zum Christentum durften sie Kredite gegen Zinsen aufnehmen, was den Kaufleuten von Bommel sehr entgegenkam. Jüdische Kaufleute waren sowohl während der Hansezeit als auch danach häufig die Finanziers von Handelsmissionen.

Wir gehen weiter in Richtung Oliestraat. An der Ecke Minnebroederstraat und Oliestraat stehen schöne, alte, weiß getünchte Gebäude. Möglicherweise befand sich hier während der Hansezeit auch ein Bauernhof.

Wir biegen links in die Oliestraat ein.
14
Oliestraat — bezieht sich auf eine Mühle im 14. Jahrhundert Oliestraat, Zaltbommel
Der Straßenname bezieht sich auf die bereits erwähnte Ölmühle Posthouwer, die dort schon im 14. Jahrhundert stand. Der Besitzer hieß vermutlich Posthouwer. In einer alten Urkunde von 1515 wird diese Straße als Molenstraat erwähnt.

Am Ende der Oliestraat biegen wir rechts auf den Marktplatz ab.
15
Markt — Pothuis Markt, Zaltbommel
An der Kreuzung von Markt und Waterstraat (links) befinden sich zahlreiche Gebäude mit Spuren aus der Hansezeit.

Zunächst einmal, rechts, an der Ecke Markt und Boschstraat, steht ein kleines Nebengebäude an der Hauswand. Ein weiteres befindet sich am diagonal gegenüberliegenden Gebäude an der Ecke Gasthuisstraat und Waterstraat. Diese bemerkenswerten Überreste aus der Hansezeit werden noch heute genutzt.

Im Mittelalter gab es deutlich mehr Nebengebäude als heute. Ein Nebengebäude war ein kleiner, über einem Keller errichteter Bau, der als Werkstatt diente, ohne das Haupthaus vom Tageslicht abzuschneiden. Aufgrund des zunehmenden Verkehrsaufkommens behinderten diese ungewöhnlichen Bauten den Verkehr erheblich. Daher wurden viele Nebengebäude abgerissen.

Das Gebäude am Markt 1, an der rechten Ecke vom Markt kommend, besitzt noch immer einen Hängeraum aus der Hansezeit. Diese Bauweise findet sich in vielen Häusern in Zaltbommel. Es besteht aus einem Zwischengeschoss, das ursprünglich etwas von der Vorderfassade zurückgesetzt und über dem Kamin angebracht war. Dadurch entstand ein zusätzlicher Raum, der keiner zusätzlichen Heizung bedurfte. Licht strömte durch die Fenster. Es war eine effiziente Möglichkeit, mehr Raum mit ausreichend Tageslicht zu schaffen.
16
Markt 3 — Arbeit und Wohnen in der Hansezeit Markt 3, Zaltbommel
Das Gebäude am Markt 3 besticht durch eine markante Säule in der Fassade zwischen den Fenstern im oberen Bereich. Während der Hansezeit diente es als Arbeitshaus und Wohnhaus. Die Fassade ist von großer Schönheit und eindeutig ihrer Entstehungszeit in der Hanse zuzuordnen. Die charakteristische Säule zwischen den Fenstern ist ein typisches Merkmal der Renaissance, jenes Baustils, der hier am Ende des Mittelalters populär war. Ob die Säule durch das Brennen der Ziegel mit dem entsprechenden Motiv oder durch das Einmeißeln des Motivs nach dem Brennen entstand, ist nicht genau bekannt. Marycken muss diese Fassade bei einem ihrer Spaziergänge durch die Stadt gesehen haben.
17
Markt 9 – Gebäude mit Zwischengeschoss Markt 9, Zaltbommel
Das Gebäude am Markt 9 verfügt, genau wie die Gebäude am Markt 1 und 6, ebenfalls über ein Zwischengeschoss.
18
Markt 2 – Wohn- und Geschäftshaus aus dem 13. Jahrhundert Markt 2, Zaltbommel
Das Gebäude am Markt 2, an der Ecke zur Waterstraat, ist wunderschön. Es diente im 13. Jahrhundert als Wohnhaus. Ein einzigartiges Gebäude mit vielen Details aus der Hansezeit, darunter ein Keller, ein Stufengiebel und Fensterläden. Es ist eines der ersten Steingebäude in Bommel und das am besten erhaltene. Später, während der Hansezeit, wurde dort ein Handelshaus eingerichtet. Die offenen Fensterläden zur Waterstraat hin dienten als Sonnenschutz. Die Fensterläden unter den Fenstern konnten hochgeklappt werden und dienten so als Verkaufstheke. Es ist eines der ältesten Steingebäude in Bommel.
19
Markt 6 – Haus mit Ursprüngen in der Hansezeit Markt 6, Zaltbommel
Das Gebäude in derselben Reihe, Markt 6, hat ein Zwischengeschoss. Der Giebelstein trägt die Inschrift „De Blauwe Fles“. Die Jahreszahl 1644 ist an der Fassade eingraviert, doch das Gebäude ist viel älter und stammt aus der Hansezeit. Damals diente es, wie auch heute noch, als Wohn- und Geschäftshaus.

Gehen Sie in die Waterstraat (mit dem Waterpoort in der Ferne).
20
Waterstraat 26 – Renaissancefassade Waterstraat 26, Zaltbommel
Das Gebäude in der Waterstraat 26 (rechts) besticht durch seine Farbe. Es ist ein bemerkenswertes Bauwerk. Dieses Anwesen gilt als bedeutendes Beispiel für Renaissance-Architektur in den Niederlanden und war am Ende des Mittelalters sehr beliebt. Die Dachkonstruktion stammt aus dem Jahr 1540, doch die Größe der Steine ​​lässt vermuten, dass einige Mauern deutlich älter sind und aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammen. Archäologen haben im Keller einen tiefen Kai entdeckt. Man vermutet, dass hochrangige Herren das Gebäude mit dem Boot von der Waal aus erreichen konnten, doch dies ist lediglich eine Theorie.

Auch Marycken hat diese Fassade gesehen, obwohl sie damals möglicherweise etwas anders aussah. Die Natursteinskulpturen und -elemente stammen aus dem 16. Jahrhundert, und Forscher vermuten, dass die Ornamente ursprünglich aus dem Stadtpalast von Johan van Rossum (dem Bruder von Maarten) stammen könnten, dem das Haus am Kerkplein 16 gehörte. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Haus immer wieder umgebaut, renoviert und zu dem umgestaltet, was es heute ist. Wir können das Wassertor schon sehen. Marycken hebt hier die Hand und verabschiedet sich. Sie geht zurück zum Markt, um einen Krug weißen Moselwein zu holen. Es ist ein wunderschöner Tag.
Wandelroute Marycken