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Bommelse Brocante
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Route Everhardus

3 Kilometer 1 Stunde
Begleiten Sie Everhardus van Balveren, Schöffe und Zöllner von Bommel im fünfzehnten Jahrhundert. Entdecken Sie, wie die Stadtverwaltung in der Hansezeit funktionierte, welche Rolle vornehme Familien spielten und wie Handel, Macht und Glaube eng miteinander verwoben waren. Der Spaziergang führt an den schönsten mittelalterlichen Orten von Zaltbommel entlang: vom Wassertor über den Waalkai, durch enge Straßen voller Hansezeit-Architektur, bis zur Sint-Martinskirche mit der Van-Balveren-Kapelle.

Wegbeschreibung

1
Watertor - Start der Wanderung Waterpoort
Im ersten Halbjahr des vierzehnten Jahrhunderts wurde in Zaltbommel eine Stadtbefestigung angelegt, die aus einer Stadtmauer und einem Graben bestand. Bommel hatte früher fünf Stadttore: das Gamerschetor, das Bosschetor, das Oenselsetor, das Steigertor und das Waterpoort, das als einziges erhalten geblieben ist. In den Jahren 1942–1943 wurde das Waterpoort restauriert und erhielt sein heutiges Aussehen (ohne Verputzschicht). Der Grund, warum das Tor erhalten geblieben ist, lässt sich nicht leicht erklären, könnte aber damit zusammenhängen, dass an seiner Innenseite Häuser gebaut worden waren, die in Nutzung waren.

Wir gehen unter dem Waterpoort hindurch und biegen rechts ab.
2
Waalkade - Schöner Ausblick Waalkade
Die Waterpoort liegt hinter uns und die Waal ist zu unserer Linken. Der Waalkade war in der Hansezeit das wirtschaftliche Herz von Zaltbommel. Hier legten die Hanseschiffe an und wurden Waren gelöscht und gehandelt. Als Zöllner überwachte Everhardus van Balveren die Handelsströme, die hier täglich stattfanden.

Wir biegen rechts in die Gasthuisstraat ein.
3
Gasthuistoren - Wunderschöner Blickfang Gasthuisstraat 36
Wir sehen den Gasthuistoren: ein prächtiger Blickfang in Zaltbommel. Der Gasthuistoren an der Gasthuisstraat ist ein markanter quadratischer Turm mit Treppenturm und Spitze aus dem fünfzehnten Jahrhundert. Mit Glocken und einem Glockenspiel ist er einer der bekanntesten Blickfänge in der Stadtsilhouette von Zaltbommel.
4
Gasthuisstraat 34 - Alte Krankenhauskapelle Gasthuisstraat 34
Das ehemalige Groote Bommelsche Gasthuis ist ein ab dem vierzehnten Jahrhundert gewachsener Gebäudekomplex zwischen Kerkstraat-Vismarkt-Oude Vismarkt und Gasthuisstraat. Der älteste erhaltene Teil ist die ehemalige Gasthuiskapelle an der Gasthuisstraat 34. Die ursprüngliche, möglicherweise aus dem fünfzehnten Jahrhundert stammende Saalkirche ist verputzt und im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert grundlegend verändert worden. Das hölzerne Tonnengewölbe und das Dach stammen aus der ersten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts
5
Bloemendaal 5/9 - Gerettet und restauriert Bloemendaal 5-9
Bloemendaal 5-9 ist eines der ältesten Häuser von Zaltbommel, mit charakteristischen Zinnen und Bogennischen. Das Gebäude wurde gerettet und fachkundig restauriert und vermittelt ein authentisches Bild des mittelalterlichen Baustils aus der Hansezeit.
6
Bloemendaal - 14. Jahrhundert Stadtmauer
Wir gehen weiter durch das malerische Bloemendaal. Rechts stehen kleine Häuser, sogenannte Cameren. Cameren wurden oft im Auftrag von (reichen) Institutionen gebaut, um sie an Einpersonenhaushalte zu vermieten.
7
Oenselsestraat 50/32 - Häuser aus der Hansezeit Oenselsestraat 50
Die Häuserreihe auf der linken Seite, beginnend bei der Oenselsestraat 50, stammt aus der Hansezeit oder etwas danach. Das erste Gebäude (Nummer 50) hat eine aufklappbare Scheunentür und wurde renoviert. Die benachbarten Gebäude weisen die typischen Merkmale der Architektur aus der Hansezeit auf. Das Gebäude mit dem Treppengiebel hat profilierte Backsteine in den Bögen über den Fenstern. Ob die Steine in dieser Form so gebrannt wurden oder ob sie später in diese Form gehauen wurden, ist nicht mehr bekannt. Wir sehen auch ein Band aus einer helleren Steinsorte in der Fassade; die sogenannte 'Speckschicht'. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude gelegentlich umgebaut und angepasst, aber diese Häuserreihe hat viel mittelalterlichen Charakter bewahrt.
8
Kirchplatz - Sint Maartenskerk Kerkplein
Wir gehen direkt auf die Sint Maartenskerk zu. Hier ließ sich Aleid Gerardsdochter van Veen im Jahr 1412 einmauern. Ihre Klause maß lediglich 2,30 m mal 1,60 m. Durch das Fenster empfing sie Nahrung und gab jedem Rat, der ihren Beistand suchte.
9
Van Balverenkapel - In Sint Maartenskirche Kerkplein
In der Kirche sind die Überreste der Van-Balveren-Kapelle zu finden. Everhardus van Balveren ließ diese Kapelle bauen und weihte den Altar der Heiligen Ursula. Nach seinem Tod wurde er hier begraben. Sein Sohn Jan stiftete 1436 zwei Vikariate am Altar. Öffnungszeiten finden Sie auf maartenskerk.nl.
10
Kirchplatz 15/17 - Lagerraum Handelswaren Kerkplein 15-17
Das Haus mit dem Namen 'De Oude Lombard' war zur Hansezeit ein Lagerraum für Handelswaren. Heute wird es bewohnt. Es wurde wie Bloemendaal 5-9 zur Hansezeit erbaut und ist eines der ältesten Steingebäude von Bommel.
11
Kerkplein 16 — Gouverneurshaus Kerkplein 16
Dieses prächtige Gebäude ist ein Überrest des Stadtpalais von Johan van Rossum, dem Bruder von Ritter Maarten van Rossum, der das Stadtschloss an der Nonnenstraat erbauen ließ.
12
Nonnenstraße - Das Stadtschloss Nonnenstraat
Wir sehen das Stadtschloss, das Maarten van Rossum um 1535 erbauen ließ. Maarten war von Beruf Heerführer, manche Quellen sprechen von einem Raubritter. Nun ja, sein Beruf hat ihm keine schlechten Früchte getragen und brachte ihm großen Reichtum ein. Der Herzog von Geldern gab ihm 1534 das Schloss Bredevoort als Lehen mit Anwesenheitspflicht. Das bedeutete, dass er dort wohnen musste. Da Maarten auch Besitzungen in der Bommelerwaard hatte, ernannte er für das Schloss Poederoijen, das er ebenfalls besaß, einen Rentmeister. Doch weil es so nah am feindlichen Brabant lag, wurde es van Rossum schließlich zu heiß unter den Füßen. Für seine Besitzungen und die Verwaltung seiner Einkünfte ließ er für den Rentmeister dieses Haus in Bommel erbauen, sicher innerhalb der Stadtmauern, nahe dem Stadtpalais seines Bruders Johan.
13
Oliestraat 41 - Typischer Baustil Oliestraat 41
Ölstraße 41 hat oben schöne Bögen; ein typisches Baumerkmal aus der Hansezeit.
In dieser Straße stand im vierzehnten Jahrhundert die Poststampf-Ölmühle. Öl wurde aus Samen und Kernen gewonnen, die in Mühlen gemahlen wurden.
14
Boschstraat 10/12 - Erbaut in der Hansezeit Boschstraat 10
In der Boschstraat sind noch mehr Merkmale der Architektur aus der Hansezeit zu entdecken. Wie bei der Nummer Boschstraat 12. Im Haus befindet sich eine Hängekammer und wie wir bereits früher gesehen haben, scheint es, als ob die Fassade nach vorne geneigt ist und, wie es heißt, auf der Flucht gebaut wurde. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1540, aber die Fassade stammt aus dem Jahr 1533.

Boschstraat 10 ist das Haus daneben, und ebenfalls in der Hansezeit gebaut. Die Häuser sind durch einen Osendrop, einen Tropfstreifen, einen schmalen Durchgang, für die Ableitung von Regenwasser, getrennt. Hier sehen wir noch ein Stück Parzellierung aus der Hansezeit. Die Tropfstreifen wurden im Laufe der Jahrhunderte zugemacht und der Raum wurde den Häusern hinzugefügt. Das weiß verputzte Haus an der Boschstraat 10 stammt aus der Mitte des sechzehnten Jahrhunderts. Wir sehen Bögen über den Fenstern; ein typisches Bauelement aus der Hansezeit.

Auf der linken Seite, bei Boschstraat 11, sehen wir ebenfalls einen Tropfstreifen. Die meisten Häuser in Bommel standen in der Hansezeit freistehend voneinander. Archäologen haben in diesem Haus Mauern mit Backsteinen aus dem Jahr 1350 gefunden.
15
Markt 2 — Pothuis Markt 2
Markt 2 ist eines der drei Pothäuser an den Ecken des Markts. Pothäuser wurden als Werkstatt oder Laden gebaut und sind viel niedriger als die angrenzenden Gebäude. Nur an Eckgebäuden konnte ein solcher Kelleranbau realisiert werden. Das Ziel war einfach: zusätzlichen Raum schaffen, ohne dass der Eingang des Hauses oder der Lichteinfall durch die Fenster des Haupthauses blockiert wurde. Im Laufe der Zeit wurden viele Pothäuser abgerissen, weil sie zu einem Hindernis für den zunehmenden Verkehr wurden.
16
Markt 4-8 — Bauflucht Fassaden Markt 4-8
Markt 4-8: drei Gebäude in einer Reihe mit Dach parallel zur Straßenseite (Baulinie). Dies war eine typische Baukonstruktion aus der Hansezeit. Durch diese Dachbauweise wurden weniger Baumaterialien benötigt und mehr Raum geschaffen. Die Gebäude sind durch eine Zwischenwand mit einem Treppengiebel — steinerne Brandmauern — voneinander getrennt. Das dritte Pothaus steht an der Ecke des Markts und der Gasthuisstraat und wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder ein Stück angehoben.
17
Markt 3 — Wohn- und Geschäftshaus Markt 3
Das Gebäude mit der rotgeklinkerter Fassade (Markt 3) fällt sofort auf. In der Hansezeit war es ein Arbeits- und Wohnhaus. Dieses Gebäude weist typische Ornamente und Details aus der Hansezeit auf, die zur Renaissance der Niederlande gehören. Die besondere Säule fällt ins Auge und ist ein typisches Merkmal dieses Baustils, der hier am Ende des Mittelalters beliebt war. Wurde die Säule hergestellt, indem die Ziegel mit dem Motiv gebrannt wurden, oder indem das Motiv nach dem Brennen eingekerbt wurde? Das ist nicht genau bekannt.
18
Markt 12 — Das alte Rathaus Markt 12
Wir gehen weiter über den Markt. Rechts steht ein stattliches Eckgebäude mit einem vornehmen Treppenaufgang an der Ecke Markt und Tolstraat: das alte Rathaus (Markt 12). Der Stadtrat, der Schultheiß und die Schöffen, haben unter anderem in diesem Gebäude getagt, das damals ein Gasthaus war. Gasthäuser hatten in der Hansezeit eine wichtige Funktion: Handelsrouten wurden geplant, Absprachen getroffen und Verträge geschlossen. Später benötigte der Stadtrat mehr Platz und das benachbarte Gebäude wurde hinzugefügt.
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Waterstraße 26 — Renaissancefassade Waterstraat 26
Wasserstraße 26 sticht mit seiner Renaissancefassade wirklich hervor. Mit Ornamenten und Farben atmet es die Atmosphäre der Hansezeit. Dieses Gebäude wird oft als ein wichtiges Beispiel des Renaissancebaus in den Niederlanden beschrieben. Die Dachkonstruktion stammt aus dem Jahr 1540, aber anhand der Steinformate sind einige Mauern deutlich älter und weisen auf eine Datierung aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts hin. Archäologen haben im Keller eine tiefe Werft gefunden. Die Theorie lautet, dass hochgestellte Persönlichkeiten dieses Gebäude mit einem Boot von der Waal aus hätten erreichen können, aber Achtung, es ist eine Theorie. Die Natursteinbildhauerarbeiten und -teile stammen aus dem sechzehnten Jahrhundert, und Forscher fragen sich, ob die Ornamente nicht aus dem Haus von Johan van Rossum (Bruder von Maarten) stammen, der das Haus Kerkplein 16 besaß. (Die Liebhaber sind früher in diesem Spaziergang bereits dorthin gegangen). Im Laufe der Jahrhunderte wurde am Haus viel verändert, umgebaut und angepasst, bis es das ist, was es heute ist.

Wir sehen das Wassertor bereits. Everhardus van Balveren ist damit beschäftigt, Angelegenheiten über Zolleinnahmen abzuwickeln, und verabschiedet sich hier.
Wandelroute Everhardus